Wird überarbeitet

Künstlerisches und Kulinarisches

Klassik im Kloster 2013 – Klosterkirche Bad Herrenalb

(SaZo) – Zwei Musikgenies, die die Opernmusik im 19. Jahrhundert sowohl in Italien als auch Deutschland revolutionierten, stehen 2013 im Fokus von Klassik im Kloster. Verdi und Wagner – zwei Komponisten, die gegensätzlicher nicht sein konnten, sind Ausgangspunkt für zwei Konzertabende, die in Bad Herrenalb sowohl künstlerisches als auch kulinarisches verknüpfen. Neben internationalen Musikinterpreten aus Wien und Mexiko-City präsentiert die Veranstalterin zu Klassik im Kloster auch kulinarisches. Das drittes „K“ beschäftigt sich sowohl mit den Komponisten als auch mit der Küchenkultur des Kurortes Bad herrenalb. Denn für den Sommer waren kreative Kompositionen aus den Ländern von Wagner und Verdi gefragt. „Kultur regt an“, so Sabine Zoller, die die kulinarischen Höhepunkte von Andreas Reichle, Inhaber der „Spätzlestube“ und Mario Messina aus der „Alten Abtei“ erstmals zu den Veranstaltungen am 26. und 27. Juli 2013 ankündigt.

Kräuter und Pflanzen sind das Hauptthema für gesunde Ernährung – aber nicht nur heute, auch im Mittelalter waren diese würzigen Komponenten eine der wichtigsten Zugaben in der Küche. Die Klöster nahmen mit ihren Gärten maßgeblichen Einfluss auf den Anbau von Pflanzen, deren Verbreitung in der Natur- und Kulturlandschaft und deren Verwendung im Alltag.

Andreas Reichle - Foto: S. ZollerAndreas Reichle aus Bad Herrenalb hat aus dem Repertoire mittelalterlicher Kräutervariationen etwas ganz besonderes für „Klassik im Kloster“ kreiert: „Dukatenbeutelchen“ nennt er seine lukullische Überraschung, die er zu den Benefizkonzerten erstmals im Kloster präsentiert. Seine neue Komposition besteht aus Wasser, Mehl und Eiern. Die Füllung besteht aus Kräutern wie Rosmarin, Basilikum, Majoran und Spinat sowie einer leckeren Fleischfüllung. Serviert wird der schmackhafte „Dukatenbeutel“ auf einem Pfifferlingssößle mit frischen Pfifferlingen aus der Region.

Während im Mittelalter Dukaten und Münzgeld im ledernen Beutel verschwand, setzt Reichle auf die feinen Zutaten der klösterliche Küche, und schafft somit einen Bezug zu den „Klassik im Kloster“ Konzerten. Aber wie immer gibt es auch noch einen weiteren Grund für diese charmante Idee. Und wie immer liegt der Erfindung eine wahre Begebenheit zu Grunde. In diesem Fall ist es Richard Wagner selbst. Der Komponist, der durch viele Gönner seinen ausschweifenden Lebensstil finanzierte wurde in München zum Gespött der Bevölkerung. Die Fördergelder von König Ludwig II. wurden von der bayerischen Regierung widerwillig und daher nur in Münzen ausbezahlt. Die Karikatur von Cosima Wagner die eine Schubkarre voll Dukaten durch die Königsstadt schiebt geht um die Welt. – Und die Idee zu einem „Dukatenbeutelchen“ für einen Wagnerabend war geboren.

Die „Alte Abtei“ steht mit Mario Messina für Spezialitäten aus Norditalien, der Heimat Verdis. Mit einem originalgetreuen „Carpaccio di Bresaola á la Verdi“ sind nicht nur die Mario Messina - Foto: S. Zolleritalienischen Landesfarben rot, gelb grün durch den luftgetrockneten Rinderschinken aus Italien, den „scaglie di parmigiano“, gelbleuchtenden Parmesankäse und den knackig grünen Rucola präsent, sondern auch ein Stückchen Freiheitskultur des italienischen Komponisten Giuseppe Verdi. Die Bresaola wird nur im norditalienischen Veltlin hergestellt. Für diesen Schinken werden Stücke aus der Keule genommen. Für diesen milden Schinken werden die hauchdünnen Stücke aus der Keule genommen und dann mit einer Mischung aus Olivenöl, Zitronensaft und Pfeffer übergossen und mit hauchdünnen Scheiben von Parmesan und Rucola dekoriert.

„Kultur pur“ heißt es jetzt am letzten Juli-Wochenende, wenn sich zur großen Klangvielfalt der Konzerte Musik und Genuss im Herrenalber „Paradies“ zu einem gemeinsamen Stelldichein treffen.

Mehr zum Kartenverkauf und den Konzerten am 26. und 27.07.2013 in Bad Herrenalb finden Sie hier!

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